Heimat- und Geschichtsverein Dorste e.V.

Auf der Suche nach unserer geschichtlichen und kulturellen Vergangenheit!

Bild des Monats

Hier finden Sie jeden Monat in der Galerie ein neues Bild von Dorste bzw. aus dem Dorfleben. Wenn Sie auch über historische Aufnahmen verfügen und diese dem Verein zur Verfügen stellen würden, das wäre toll! Wir digitalisieren das Foto und Sie erhalten das Bild umgehend zurück.
Gedenktafel für die Gefallenen und Vermissten des Weltkrieges 1939 - 1945 der Gemeinde Dorste

 

Am 01. September 1939 begann mit dem deutschen Überfall auf Polen der 2. Weltkrieg. Dieser unsägliche Krieg kostete nach Schätzungen etwa 52 Millionen Menschen das Leben. Unter ihnen auch 87 Dorster. Diese klein erscheinende Zahl relativiert sich, wenn man sie im Verhältnis zur Dorfbevölkerung bringt.

Im Jahr 1939 hatte Dorste etwa 1200 Einwohner, davon etwa die Hälfte, also 600, männlich. Im „kriegsdiensttauglichen“ Alter von ca. 17 – 55 Jahren (in diesem Alter wurden ganz oder teilweise deutsche Männer letztlich im 2. Weltkrieg eingezogen) ca. 250. Also starben für „Führer, Volk und Vaterland“ etwa ein Drittel dieser Männer. Und die übrigen kamen zwar mit dem Leben, aber nicht unversehrt zurück.

In Deutschland insgesamt trugen die Jahrgänge 1914 – 24 die Hauptlast des Blutzolls. Ein Beispiel:

Der Jahrgang 1921 bestand aus 735.026 Männern, die ab dem 01.02.1941 voll einberufen wurden, sofern sie nicht wehruntauglich, wehrunwürdig oder unabkömmlich waren*. Von diesen Einberufenen starben im Krieg 286.380, also 38,95 % des gesamten Jahrgangs.

 

 

*(Wehrunwürdig war nach dem Wehrgesetz von 1935, wer mit Zuchthaus bestraft ist, nicht im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte ist, den Maßregeln der Sicherung und Besserung unterworfen ist, durch militärgerichtliches Urteil die Wehrwürdigkeit verloren hat, wegen staatsfeindlicher Betätigung gerichtlich bestraft worden ist, also z.B. Schwarzschlächter, Schleichhändler und Wilderer, Banknotenfälscher und Tresorknacker, Totschläger und Mörder, aber auch Regimegegner und Regimekritiker, kommunistische Spanienkämpfer und Zeugen Jehovas, Sozialisten und Sozialdemokraten, Homosexuelle. Denn Wehrdienst, schrieben die NS-Ideologen fest, müsse "Ehrendienst am Deutschen Volke" sein.

Unabkömmlich waren in erster Linie Mitarbeiter kriegswichtiger Betriebe, aber zum Teil auch Schauspieler oder Fußballnationalspieler.)